Nonverbale Sprache - 55%

Damit ist die Körpersprache gemeint. Also die Sprache ohne Sprache. Was aber nur auf dem ersten Blick so scheint. In Wahrheit ist unser Körper sehr redselig. Versuchen wir mit der verbalen Sprache - dem gesprochenen Wort - etwas anderes zu sagen, als unser Körper, werden wir meist der Falschaussage entlarvt. Meist jedoch ist unser Körper viel schneller mit seiner Sprache, als es das gesprochene Wort aussprechen kann. Wer die Signale anderer zu lesen vermag, kann Reaktion in Agition wandeln und sein Gegenüber für sich gewinnen.

Im täglichen Kundenumgang, bei Reklamationen oder im Verkauf, im Umgang mit seinen Mitarbeitern, seinem Team oder bei der Präsentation - bei vielen Gegebenheiten - kann dieses Gold wert sein!

Kann doch eh keiner...!

 Bild: Uta Herbst / pixelio.deStimmt. Die allermeisten von uns setzen ihre Körpersprache nach dem Zufallsprinzip ein. Was eigentlich erstaunlich ist, da wir die ersten Schritte unseres Lebens seinerzeit mit einem Schreiorgan und unserer Körpersprache verbracht haben. Damals war alles noch unverfälscht. Es war notwendig für unser eigenes Überleben, dass einwandfrei erkannt wurde, dass wir Hunger hatten, uns etwas weh tat oder wir einfach nur schlafen wollten. Die Natur war dabei so freundlich, uns mit sehr einfachen Strukturen auszustatten, so das Erwachsene problemlos unsere Körpersprache entziffern konnten.

Bild: Uta Herbst / pixelio.de

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Der Airbag der Urmenschen

Einer meiner Kunden baut PC-Karten. Natürlich ganz besondere. Schließlich handelt es sich um einen von sieben Betrieben, die sich den Weltmarkt dafür teilen. Ganz stolz zeigte mir also mein Kunde eine seiner PC-Karten. Als Anwenderentwickler bin ich ja nun überhaupt nicht bewandert mit Hardware. Ich nutze sie, aber sie zusammenzubauen kommt mir nicht wirklich in den Sinn.

Diese Vorführung nun haute mich aber beinahe aus den Socken. Zumindest drohte ich völlig unkontrolliert nach hintenüberzukippen. Und das nur wegen der Steinzeitmenschen. Die haben sich nämlich damals als Überlebenstaktik den Sicherheitsabstand ausgedacht. Quasi den Airbag der Urmenschen.

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Mach dich nackig und zeig dich!

Es gibt Kollegen, die propagieren das Rednerpult als Wasserglasabstellplatz und warnen ernsthaft präsentierende vor PowerPoint. Alles was man in der Hand halten kann, wird genauso verpönt, wie Beamer und Co.

Wer eine Ausbildung zum Schauspieler macht, lernt auch das Spiel mit Requisiten. Stellen Sie sich vor, alle Theaterstücke, Kino- und Fernsehfilme würden auf Requisiten verzichten. Vermutlich würde das Fernsehen ausgesprochen langweilig werden. So wie Schauspieler das Spiel mit den Requisiten erlernen, können auch Vortragende oder Verkäufer den Umgang damit erlernen. Ein gut eingesetztes Rednerpult, das gekonnte Spiel mit dem Kugelschreiber - all das kann Wunder wirken, wer es richtig einzusetzen weiß.

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Die Hände - ein Irrtum der Evolution?

Wer kennt das nicht: da geht man kraftvoll irgendwohin hin, fühlt sich gut, könnte locker den einen oder anderen Baum unterwegs ausreißen und ist sich sicher heute den Saal zu rocken! Und dann betritt man den Ort des Geschehens und als erstes kommt einen in den Sinn: wohin mit meinen Händen?

Das ist immer der Zeitpunkt, wo ich ein Vogel sein möchte. Die Evolution erlaubt den Vögeln ihre Flügel einfach auf den Rücken gemütlich zusammenzufalten und eins zu werden mit dem restlichen Gefiederkörper. Bei uns Menschen war die Evolution nicht so großzügig. Unsere Arme hängen von Haus aus unschön am Körper herab und alle Welt schaut natürlich genau dann, wenn wir das am wenigsten möchten, schnurstracks auf unsere langen Arme und Hände.

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JoomSpirit